Finde ich aktuell einen neuen Hausverwalter?
Shownotes
Die Zeiten, in denen sich eine WEG einfach mehrere Verwaltungen anschauen und die günstigste auswählen konnte, könnten zumindest in einigen Regionen und bei kleineren oder arbeitsintensiven Gemeinschaften vorbei sein.
Der Markt dreht sich damit ein Stück weit um: Nicht mehr nur die WEG sucht sich ihren Verwalter aus – zunehmend sucht sich auch der Verwalter seine WEG aus.
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00:00:15: In unserem Format fragt Janina, stellt ihr die Fragen zum Immobilienmarkt und ich antworte.
00:00:22: Die Fragen lassen wir immer kurz einsprechen – heute lautet sie so.
00:00:29: Wie schwierig ist es aktuell eigentlich einen neuen Hausverwalter zu finden?
00:00:34: Die kurze Antwort lautet Es wird deutlich schwieriger vor allem für kleinere oder besonders arbeitsintensive Eigentümergemeinschaften.
00:00:42: Das zeigt das aktuelle Branchenbarometer des Verbandes der Immobilienverwalters Deutschland.
00:00:47: Demnach geben zweiundsechzig Prozent der Hausverwaltungen an, bereits überlastet zu sein.
00:00:54: Gleichzeitig kann mehr als die Hälfte offener Stellen nicht besetzen und das führt dazu dass sich die Verwalter zunehmend aussuchen können welche Wohnungseigentümer Gemeinschaften sie überhaupt noch betreuen wollen.
00:01:06: Das sieht man ziemlich deutlich an den Zahlen.
00:01:09: Siebenundfünfzig Prozent der Verwaltungen wollen sich von besonders zeitaufwendigen Objekten trennen, knapp die Hälfte von unrentablen Mandaten –.
00:01:18: fast ein Drittel plant außerdem kleinere Objekte abzugeben.
00:01:23: Noch spannender wird es bei der Neuerquise!
00:01:26: Bei fast sechsundvierzig Prozent der befragten Verwaltungen wird mittlerweile mehr als die Hälfte der eingehenden Anfragen von Eigentümergemeinschaften abgelehnt, nicht weiter verfolgt oder mit einem sogenannten Abwehrangebot beantwortet.
00:01:41: Einige Verwaltung führen sogar Mindestgrößen ein.
00:01:44: Einundzwanzig Prozent wollen künftig erst ab einer bestimmten Zahl von Wohnungen neue Objekte annehmen – im Durchschnitt liegt diese Grenze bei rund sechzehn Wohneinheiten!
00:01:54: Der Grund dafür ist relativ einfach.
00:01:56: Für Hausverwaltungen ist nicht nur die Anzahl der Wohnungen entscheidend, sondern vor allem der Aufwand dahinter.
00:02:03: Rund zwei Drittel sagen, dass der tatsächliche Zeitaufwand nur schwer vorhersehbar ist.
00:02:08: Dazu kommen Sonderaufgaben, Eigentümerversammlungen oder Sanierungsprojekte.
00:02:13: Entsprechend steigen auch die Preise – für dieses Jahr planen die befragten Unternehmen in der Verwaltung eine durchschnittliche Regelvergütung von fast zwei und dreißig Euro rund neun Prozent mehr als zuvor.
00:02:26: Wer heute einen neuen Verwalter sucht, muss sich also darauf einstellen, mehr zu bezahlen und möglicherweise deutlich weniger Auswahl zu haben als noch vor einigen Jahren.
00:02:37: Und besonders interessant ist dabei der Perspektivwechsel.
00:02:40: Früher hat vor allem die Eigentümergemeinschaft entschieden welcher Verwalte den Zuschlag bekommt.
00:02:45: Heute entscheidet immer häufiger auch der Verwalther welche Eigentümermeinschaft er überhaupt noch haben möchte.
00:02:54: Wie immer kurz und knackig.
00:02:56: Das war es für diese Woche!
00:02:58: Wenn ich eure Fragen beantworten soll, ihr euch zum Immobilienmarkt mit mir austauschen möchtet oder Ihr Unterstützung bei der Finanzierung benötigt, meldet Euch bei mir – gerne via Instagram oder LinkedIn.
00:03:11: Bis bald, macht's gut und ciao!
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